Funktionsweise
So funktioniert der 2x-Hebel beim DBX2SC
Der DBX2SC verdoppelt nicht die Jahres- oder Gesamtrendite des MSCI ACWI, sondern dessen Tagesrendite. Jeden Abend wird das Hebelverhältnis auf 2:1 zurückgesetzt („Daily Reset“). Aus dieser scheinbar kleinen Feinheit ergeben sich drei Konsequenzen, die man vor einem Kauf verstanden haben sollte.
1. Tagesbewegungen wirken doppelt
Steigt der Index an einem Handelstag um 1,0 %, gewinnt der ETF rund 2,0 % (vor Kosten). Fällt der Index um 3 %, verliert der ETF etwa 6 %.
2. Pfadabhängigkeit (Volatility Decay)
Über mehrere Tage entscheidet nicht nur, wohin der Index läuft, sondern wie. Schwankt der Markt stark hin und her, verliert der gehebelte ETF Substanz – selbst wenn der Index am Ende wieder beim Ausgangswert steht. Das Diagramm rechts zeigt das Prinzip an einem einfachen Zwei-Tages-Beispiel.
3. Finanzierungskosten
Für den zweiten, „geliehenen“ Euro fallen laufend Zinskosten an, die sich am kurzfristigen Euro-Geldmarktzins orientieren und im Index verrechnet werden. Je höher das Zinsniveau, desto stärker bremst dieser Effekt – zusätzlich zur TER von 0,45 %.
Kehrseite
In stetigen Aufwärtsphasen mit geringer Schwankung kann der tägliche Hebel auch mehr als das Doppelte der Indexrendite liefern, weil Gewinne täglich neu gehebelt werden. Genau dieses asymmetrische Verhalten macht das Produkt für spekulative Anleger interessant – und für vorsichtige ungeeignet.